Internationale Förderklassen (IFK)
 
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Internationale Förderklasse als Teilklasse der Ausbildungsvorbereitung

Der Bildungsgang „Internationale Förderklassen“ richtet sich an berufsschulpflichtige Jugendliche, die erst seit kurzem Deutschland leben und asylsuchend oder aus Kriegsgebieten geflüchtet sind.

Zudem ist eine Aufnahme in den IFKs möglich, wenn sie die Sekundarstufe I nur kurzfristig besucht haben und eine Teilnahme in einer Regelklasse aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse nicht möglich ist.

Einen wichtigen Stellenwert nimmt in den IFKs auch die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit ein. Hierbei werden im gesamten Prozess der Berufsorientierung die Schüler*innen individuell gefordert, gefördert und begleitet und zur Gestaltung des Lebensweges ermutigt.

Damit die Schüler*innen auch außerschulisch mit Lern- und Freizeitangeboten gefördert werden und Anschluss finden, besteht eine enge Kooperation mit dem „Projekt angekommen“ in Recklinghausen. Diese Stiftung bietet zudem zahlreiche Bildungsangebote auch in den Ferien an, die zuvor in den Klassen vorgestellt werden.

Zielgruppe:        

Aufgenommen werden Jugendliche ab 16 Jahren und noch nicht über die erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen, die eine Teilnahme in eine Regelklasse ermöglichen.

 

Für die Anmeldung werden benötigt:

 

Ansprechpartnerin für den Bildungsgang:

Frau Robert (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

Mitarbeiter/innen der Schulsozialarbeit:

Die Schulsozialarbeit begleitet die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich und intensiv und unterstützt bei Krisen und Problemen

Herr Borgmann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Die Ausbildungsvorbereitung ermöglicht einen dem Hauptschulabschluss 9 vergleichbaren Abschluss. Die beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und die berufliche Orientierung umfassen Kompetenzen für die Aufnahme einer beruflichen Erstausbildung oder einer Erwerbstätigkeit.

Zudem wird der Sprachförderung am Herwig-Blankertz-Berufskolleg in den IFKs eine große Bedeutung zuerkannt. Nach der Lehrmethode des Teamteachings wird die Förderung der deutschen Sprache auf mindestens drei verschiedenen Niveaus nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) differenziert und unterrichtet. So ist die gezielte individuelle Sprachförderung der Schüler gewährleistet.

Zusätzliche Leistungsfeststellung:

Bei besonders guten Leistungen in den Hauptfächern Mathe, Englisch und Deutsch/Kommunikation und dem berufsfeldbezogenen Lernbereich Produktion und Dienstleistung können Feststellungsprüfungen zur Berechtigung zum Besuch eines weiterführenden Bildungsganges beantragt werden. Bezogen auf die Feststellungsprüfung im Fach Deutsch/Kommunikation erfolgt diese im Rahmen des Deutschen Sprachdiploms (DSD). Diese wird von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) anerkannt und besonders hilfreich für den Erwerb weiterer Bildungsabschlüsse und bei der Ausbildungsplatzsuche. Zur Vorbereitung und Vertiefung für den Erwerb des DSD werden zusätzlich drei Unterrichtsstunden in der Woche in den IFKs unterrichtet.

Wiederholung:

Für Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang am Ende des Schuljahres nicht erfolgreich abgeschlossen haben, besteht die Möglichkeit der Wiederholung.

LernbereichUnterrichtsstunden
I Berufsfeldbezogener Lernbereich     
[480 - 560]
bereichsspezifische Fächer
Fächer des Fachbereichs 320 - 400
Mathematik 80 - 160
Englisch 80 - 160
II Berufsübergreifender Lernbereich   [600 - 720]
Deutsch/Kommunikation 480
Religionslehre 40
Sport/Gesundheitsförderung 40 - 160
Politik/Gesellschaftslehre 40 - 160
III Differenzierungsbereich   [40 - 240]
Deutsch als Zweitsprache (DaZ)  
Demokratie für mich (Dfm)  
Gesamtstundenzahl: 1240 - 1440
 

Praktika sind ein wichtiger Bestandteil der beruflichen Orientierung. Praktika sind gemäß VV zu § 21 Anlage A APO-BK unter Beachtung der geltenden Bestimmungen über den Jugendarbeitsschutz durchzuführen.

Das zweiwöchige Praktikum ist im zweiten Halbjahr terminiert und wird im Fach Deutsch als Zweitsprache vorbereitet, da am Ende des Praktikums ein Bericht geschrieben werden soll und dieser eine Klausur ersetzt.

Des Weiteren nehmen die Schüler*innen an einem Berufsorientierungsprogramm teil. Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) implementiert ein einheitliches Übergangssystem von der Schule in den Beruf. Vorrangig ist es für die Schüler angedacht, die erst in der Jahrgangsstufe 10 in das Schulsystem einmünden oder eine IFK besuchen. Hierbei werden verstärkt nonverbale, bildhafte und interaktive Verfahren, unabhängig vom Sprachniveau, eingesetzt.

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herwig blankertz

Prof. Dr.

Herwig Blankertz

"Es geht nicht um Parteipolitik, schon gar nicht um Personenkult - beides wäre Herwig Blankertz zutiefst zuwider gewesen-, sondern darum, daß sich eine Schule ein Arbeitsprogramm setzt und dieses Arbeitsprogramm möglichst phantasievoll und kreativ mit der bildungstheoretischen Grundidee zu verknüpfen sucht, nämlich mit der Grundidee, den Jahrhunderte alten Widerspruch von Allgemein- und Berufsbildung endlich konstruktiv aufzuheben." 

(Quelle: Hilbert Meyer, In memoriam Herwig Blankertz, 05.10.91)

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